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Du bist Terrorist!

24.05.2009

Du bist Terrorist!

Ohne Kommentar, aber mit Link.

Sorry, dass der Beitrag schon wieder so kurz geraten ist!

Ein Post über Zensur…

28.04.2009

Stoppschild

Und endlich hört man mal wieder was von rami! Auch ich komme nicht drumherum, endlich einen Blogeintrag über das “familienfreundliche Internet” zu verfassen. Ich weiß aber jetzt eigentlich gerade nicht, wie ich anfangen soll. Zuallerersteinmal: DNS-Sperren sind dumm und zeugen von absolutem Unwissen. Ich umgehe sie. Unwissentlich. Unabsichtlich. “Aus Versehen”. Denn seit der DNS-Server meines Providers immer mal sehr langsam reagiert, nutze ich den Service OpenDNS, welchen ich übrigends nur empfehlen kann.

Jetzt hat unsere werte Familienminsiterin die Idee, vor die Domains der Sperrliste (optional) ein Stoppschild (siehe rechts) zu schalten. Also eine Meldung nach den Motto: “Die Seite ist gesperrt. Du kannst du Sperre gerne umgehen, verhindern können wir das eh nicht. Aber damit machste dich strafbar. Und dann gibts keine Ausreden mehr wie ‘Da hat jemand mich in ICQ mit TinyURLs zugespammt’, klar?”. Generell eine sehr intelligente Idee. Nur wollen das nicht alle Provider umsetzen.

Dieser Vertrag – den (soweit ich informiert bin) die Provider vorher nicht einmal sehen durften – klingt also ganz vernünftig, solange… Tja, solange nie etwas ungerechtfertigt auf der Sperrliste landet. Klar, Kinderpornographie ist ein so abscheuliches Verbrechen, das eigentlich fast alle Maßnahmen rechtfertigt. Aber man kennt ja die Sperrliste aus Australien, und die war nicht so, naja.

Längst im Internet als PDF verfügbar ist der geplante Gesetzesentwurf, der die Provider zu den Sperren verpflichen soll. Dieser lässt dem BKA weitgehende Möglichkeiten offen. Darin steht nämlich, wenn ich mich recht erinnere, nichts von DNS-Sperren, sondern nur, dass die betreffenden Seiten gesperrt werden sollen. Also egal wie.

Ich habe auch einen Hauch von Erinnerung im Gedächtnis, dass im Gesetzesentwurf nicht explizit etwas von der ausschließlichen Sperre kinderpornographischer Seiten stand, sondern nur von einer “Sperrliste des Bundeskriminalamts”. Ich finde die PDF leider nicht mehr, um hier sichereres schreiben zu können. Auch gesperrt werden sollen dann Seiten, die auf gesperrte Seiten verlinken (Wikileaks durch die australische Sperrliste?).

Zurück zum Vertrag. Erstaunlich finde ich das Statement der Telekom, welches besagt, dass die Software erst programmiert werden müsse und es noch nichts in der Art gebe (ich dachte, in anderen Ländern machen die das bereits?!). Dafür würden sie mindestens ein halbes Jahr brauchen. Mal im ernst: meine Leser, die etwas Ahnung von Softwareentwicklung haben, dürften Wissen, dass eine solche DNS-Sperre zu Programmieren maximal zwei Stunden in Anspruch nimmt.

Auch lesenswert finde ich diesen Blogpost, sowie diesen Vorfall.

In diesem Sinne einen schönen Tag noch,

Raphael